Monrose - I am
Für ihre ersten CDs „Temptation“ und „Strictly Physical“ wurden Monrose mit Doppelplatin, Platin und Gold ausgezeichnet.

Die "Popstar-Gewinner" der fünften RTL-Staffel "Monrose" haben eine neue Platte gemacht. Tatsächlich ist es schon die dritte CD und gewissermaßen darf man schon gespannt darauf sein, was bei einer solchen sogenannten "Casting-Band" aus dem Lautsprecher tönen wird. Insbesondere wenn die erste Euphorie und der Promotion-Bonus, den solche Shows natürlich mit sich bringen, erst einmal in die zweite Reihe treten.
Für ihre ersten CDs „Temptation“ und „Strictly Physical“ wurden Monrose mit Doppelplatin, Platin und Gold ausgezeichnet. Natürlich wollen sie mit dem neuen Album möglichst nahtlos an ihre vergangenen Erfolge anknüpfen. Monrose haben sich dabei einige Zeit für die Veröffentlichung gelassen. Monroe-Sängerin Bahar: „In I AM stecken sehr viel Arbeit und Herzblut von uns. Das neue Album hat absolut viel Energie und wir hoffen, dass es unseren Fans gefällt.“
Das Konzept von Monrose hebt sich von dem der vorangegangenen "Superstars" durchaus ein wenig ab. Musikalisch bewegt man sich hier eher Richtung R´n´B, denn in ausschließlich Teenager-orientierten Pop. Musikalisch geben Monrose sich tendenziell individualistischer und auch reifer als einige ihrer Vorgänger(innen). Singen können sie natürlich alle drei, und den Rest erledigen dann wohl selbstredend erfahrene Produzenten und Musiker, um das Album auch auf das entsprechende produktionstechnische Niveau zu heben.
Was bei Monrose von Beginn an positiv aufgefallen ist: Bei aller Hitparadentauglichkeit waren die Songs der bisherigen Alben doch recht vielfältig angelegt. Das ist auch auf der neuen Scheibe so. Treibende Grooves, eingängige Melodien und gekonnte Arrangements machen aus "I am" ein abwechslungsreiches Album mit einigen richtig guten Songs. Zwar können Monrose nach wie vor nicht mit den wirklich Großen des Genres mithalten - trotzdem ist die Platte besser als vieles was wir von ähnlichen "Konzept-Produktionen" in der Vergangenheit vorgesetzt bekamen. Dabei sind es vor allem die eher balladesk angelegten Stücke, die überzeugen können. Diese entschädigen dann durchaus für einige eher beliebige Tracks aus der Dance- und House-Ecke.
Mit "I am" werden Monrose wohl nicht unbedingt neue Fans gewinnen, aber wer die Vorgänger-Alben mochte, wird auch mit der neuen Scheibe glücklich sein. Das sollte dann doch zumindest wieder für ein wenig Edelmetall reichen und das Konzept in die nächste Runde tragen. Wir dürfen gespannt sein.
Earth Ling (September 2008)
Anspieltipps: Why not us, Teach me how to jump, Stolen