L.A. Guns - Rips The Covers Off
Was macht man, wenn der eigene Stern am Firmament nur noch ganz leise glimmt?
Man huldigt seinen Helden! Am besten allgemein anerkannten Helden aus den Siebzigern wie QUEEN („Tie Your Mother Down“), LED ZEPPELIN („Custard Pie“), DAVID BOWIE (Moonage Daydream“), IGGY POP („Search And Destroy“), und so weiter ...!
Vielleicht merkt dann auch keiner, dass einem selbst die guten Ideen schon länger ausgegangen sind. Da eventuell nicht mehr alle wichtigen Co-Sterne an Bord sind (Tracii Guns ging zu Nikki Sixx’ BRIDES OF DESTRUCTION) und der Zahn der Zeit auch ein wenig an den Energiereserven genagt hat (siehe Backcoverfoto), fehlt möglicherweise der richtige Druck und lässt das ganze Vorhaben halbgar erscheinen.
Auch eine ordentliche Produktion (Andy Johns) und eine einigermassen gelungene Songauswahl (FOGHATS „I Just Want To Make Love To You“, THE ANGELS’ „Marseilles“, ROSE TATTOOS „Rock And Roll Outlaw“) helfen nicht endgültig über den Berg. Und so kommt es, dass man dann wieder ein Produkt ins Regal stellt, das nur die wirklich beinharten Fans interessiert und der eigene Stern bald ganz verglimmt ist ... daran ändern auch die beiden Bonustracks in rumpeligem Livesound nichts. Schade!
Christoph Pöschl
Album: Rips The Covers Off
Spielzeit: 50:17 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Mascot Records/ Rough Trade