Kamelot - The Black Halo
Mit „The Black Halo“ setzen die Bombast-Metaller KAMELOT thematisch ihre auf dem 2003 veröffentlichten Vorgängeralbum „Epica“ begonnene Umsetzung des Faustschen Kampfes Gut gegen Böse fort.
Allerdings fliessen diesmal auch aktuelle Zeitbezüge und Erfahrungen der Bandmitglieder in die Texte mit ein. Musikalisch ist das neue Album eine konsequente Weiterentwicklung des Stils der Band. Epische Teile und orchestrale Arrangements werden mit heftigen Metalriffs und Geschwindigkeitsattacken verknüpft.
Einen grossen Trumpf hat die Band mit Sänger Roy Khan (ex-CONCEPTION) in ihren Reihen. Er vermag es, mit seiner klaren kräftigen Stimme den Songs Sahnehäubchen aufzusetzen. Ausserdem besitzt Khan ein echtes Händchen für eingängige, aber nicht zu banale Melodien. Überhaupt schafft die Band auf „The Black Halo“ eine eher düstere Grundstimmung.
Mit dem bombastischen „March Of Mephisto“ und dem knackigen „When The Lights Are Down“ umreisst die Band gleich zu Beginn von „The Black Halo“ das Spielfeld. Mit „The Haunting“ und vor allem „Soul Society“ folgen die Highlights der CD, die nur noch vom neunminütigen „Memento Mori“ übertrumpft werden. Aus der langen Liste von Gastmusikern seien hier Keyboarder Jens Johansson (STRATOVARIUS), DIMMU BORGIR-Sänger Shagrath und Sängerin Simone Simons (EPICA) genannt. Auch die Produktion von Sascha Paeth verdient das Prädikat amtlich. Nichts wirklich neues also von KAMELOT, das aber echt gut!
©Christoph Pöschl
Album: The Black Halo
Spielzeit: 57:21 min
Plattenfirma/ Vertrieb: Steamhammer/ SPV
Vergleichbare Bands: Savatage, Conception, Hittman