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Sarah Connor - Sexy as hell
" Die Songs sind in einem Moment zuckersüß & im nächsten Augenblick böse - so wie wir Mädchen eben sind!"
Sarah Connor betrat 2001 die Bildfläche und ist seither mehr oder wenig dauerpräsent auf dem Tablet des hiesigen Entertainment-Karussels. Mit dem doch eher beliebigen "Let's Get Back To Bed - Boy!" gelang ihr damals der Einstieg. Dann folgten zwei weitere Single-Auskoppelungen aus ihrem Album-Debut "Green Eyed Soul": "French Kissing" und "From Sarah With Love". Damit gelang ihr dann sogar der erste Schritt auf internationaleres Parkett.
Jetzt hat die Sängerin, die als Vorbilder gerne Größen der Soulmusik wie Aretha Franklin und Stevie Wonder nennt, ihr zwischenzeitlich siebtes Album veröffentlicht. Das Lager der Stimmen zu Connors Alben war schon immer eher gespalten. Von den Kritikern wird die Sängerin in der Regel eher weniger wohlwollend bedacht, ihre Fans und die Verkaufszahlen der Alben sprechen jedoch wiederum eine ganz andere Sprache. Daran wird auch "Sexy as hell" wohl eher nichts ändern, und das obwohl die Sängerin mit unermüdlichem Einsatz um die Welt gejettet ist, um sich persönlich mit den erfolgreichsten Produzenten & Songwritern unterschiedlicher Musikstile und Szenen zu treffen.
"Ich bin ständig auf der Suche, will mich & meinen Sound neu definieren. Das Album ist ein sexy Mix aus Popmusik mit HipHop und R&B Elementen. Eine richtig scharfe Dance-Platte, mit geilen Riffs und fetten Beats!", sagt Sarah Connor selbst über das neue Album. Mit von der Partie waren beispeilsweise die dänischen Star-Produzenten Mikkel Remee Sigvardt & Thomas Troelsen oder auch der Songwriter JR Rotem aus LA, der bereits mit Künstlern wie Britney Spears, Dr. Dre, Destiny's Child & Sean Kingston gearbeitet hat. Doch was ist bei dem ganzen internationalen Staraufgebot herausgekommen?
Ironischerweise gibt Sarah Connor darauf selbst eine durchaus passende Antwort mit ihrer Aussage: " Die Songs sind in einem Moment zuckersüß & im nächsten Augenblick böse - so wie wir Mädchen eben sind!" Damit begiebt sie sich leider einmal mehr auf das Niveau der Teenie-Pop-Plastic-Produktionen, die ohne ständige pseudo-erotische Anspielungen wohl nicht auskommen können. Dabei hat Sarah Connor meines Erachtens durchaus eine gehörige Portion stimmliches Potential und auch einige wirklich gute Songs auf der neuen Platte. Vielleicht sollte sich die Künstlerin einfach einmal von den eher pubertierend und beliebig klingenden Dorf-Disco-Titeln nebst entsprechender Selbstinszenierung trennen und das Augenmerk dafür mehr auf die durchaus vorhandenen gehaltvolleren Songs legen. Die Stimme und auch Personality dazu hat sie auf jeden Fall.
Fazit: Ein weiteres Sarah Connor Album mit einem Wechselbad aus wirklich guten Tracks, gepaart mit eher beliebig klingenden und unwichtigen Songs. Leider überwiegt wieder einmal die zweite Kategorie.
Earth Ling (September 2008)
Anspieltipps: Still crazy in love, Touch, Fall apart

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