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Pete Gavin - Blues Respect
Der britische Musiker Pete Gavin hat mit "Blues Respect" seine zwischenzeitlich zwölfte Scheibe veröffentlicht.

Laut Pressemitteilung wurde die gesamte CD an einem einzigen Tag aufgenommen. So etwas ist heutzutage ja fast schon ein Anachronismus und damit auf jeden Fall erwähnenswert. Grund genug sich das neue Werk einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Fünf Stücke sind dabei aus Gavin´s eigener Feder. Desweiteren finden sich zwei Traditionals, sowie Cover-Versionen von so illustren Blues-Legenden wie Luther Allison, Rory Gallagher, Johnny Winter und Hound Dog Taylor auf der Scheibe. Pete Gavin singt und spielt darüber hinaus verschiedene Gitarren und die Blues-Harp. Unterstützt wird der gebürtige Brite dabei von Pick Stevens am Bass, sowie von Niklas Nesselhut an den Drums.
Stolpert das erste Stück der CD, übrigens gleichzeitig der Titelsong, noch ein wenig ungewohnt aus den Lautsprechern, hat man sich doch spätestens ab "Nobody but you", dem zweiten Song, in die ganz eigene Soundästhetik dieser Scheibe reingehört. Was dann folgt ist schlicht und ergreifend ein packendes und spannendes Album voll mit authentischer und gewissermaßen ursprünglicher Bluesmusik. Hier spielt einer, der den Blues lebt und gelebt hat. Der Sound ist roh und ungeschliffen, und erinnert ein wenig an die legendären Produktionen aus den frühen Sechzigern des letzten Jahrhunderts. Alles ist ehrlich, ungeschönt und hat viel von der Faszination eines Live-Konzertes in irgendeinem verrauchten Pub, irgendwo an der Route 66.
Dabei nimmt man dann auch gerne in Kauf, dass der ein oder andere Chorgesang ohne korrigierende Maßnahmen heutiger Studiotechnik auf der Scheibe gelandet ist. Erinnert in diesem Kontext durchaus ein wenig an den Charme der Solo-Scheiben von Stones-Gitarrist Keith Richards. Sowohl bei Keith als auch bei Pete Gavin treten technische Aspekte sympathischerweise vollkommen in den Hintergrund und machen dafür Platz für ein Musikerlebnis, das man heutzutage nur noch selten auf einem aktuellen Silberling geboten bekommt.
Fazit: Nicht unbedingt ein großes Album, dafür aber ein sympathisches und ehrliches Stück gereifter Blues-Musik mit einer wirklich hörenswerter Performance auf der Slide-Gitarre und der Blues-Harp.
Earth Ling (Oktober 2008)
Anspieltipps: Give me back my wig, Willing, It´s my life
Website: http://petegavin.de
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