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Jazzkantine – Hell´s kitchen
Die Jazzkantine meldet sich mit einem neuen Album zurück: „Hell´s kitchen“.

Auf diesem neuen Longplayer befinden sich ausschließlich Cover-Versionen von bekannten Rocktiteln. In der Tat haben sich die Chefköche aus der Kantine fast all die großen Rock-Klassiker des vergangenen Jahrhunderts herausgesucht um damit ihre neue Speisekarte zu gestalten. „Jump“ von „Van Halen“, „Nothing else matters“ von Metallica, „Deep Purple´s“ Mega-Hit „Smoke on the water“, „Paranoid“ von „Black Sabbath“ und „Aerosmith“ mit „Walk this way“ und, und, und ...
Nun, mit welchem Song könnte man ein Album mit diesem Namen denn wohl am besten eröffnen? Genau! AC-DC´s „Highway to hell“ ist der erste Gang im Menu, und schon beim ersten Hören wird klar, dass es der Jazzkantine natürlich mitnichten darum geht, die ausgewählten Titel einfach nur nachzuspielen, sprich gar so etwas wie aufgewärmte Kost vom Vortag darzubieten. Fast alle Titel werden hier in ein smoothes bis grooviges Big-Band-Gewand getaucht und erklingen in erstaunlich selbstverständlich und homogen klingenden neuen Arrangements aus dem Lautsprecher.
Ebenso illuster wie die Songauswahl gibt sich die Liste der Gesangsartisten, die in die Kantine eingeladen wurden, um die neuen Versionen mit ihrer Stimme zu veredeln. Xavier Naidoo, Sam Leigh-Brown, Pat Appleton von „De-Phazz“, Max Mutzke und andere geben sich die Ehre und würzen das ein oder andere Gericht mit ihrer Stimme.
„Wir haben bei der Jazzkantine schon seit langem das ein oder andere Rockstück als Zugabe in unseren Konzerten gecovert“, sagt JK-Chefkoch und Produzent Christian Eitner . Außerdem haben ihn schon immer die hohe Live-Energie und die handwerklichen Qualitäten bei Bands wie „AC/DC“ oder „Kiss“ beeindruckt. Nun, die Jazzkantine war ja schon immer für die ein oder andere Überraschung gut.
Allerdings ist die Idee bekannte Rocksongs in ein Big-Band-Gewand zu tauchen nicht gerade die neueste. Trotzdem hat die Jazzkantine es wieder einmal geschafft ein Album abzuliefern, dass den Freundeskreis in den Reihen der Musik-Gourmets wahrscheinlich beträchtlich erweitern wird. Also, auch wenn die Idee nicht gerade neu ist, einige der hier abgelieferten Gerichte haben durchaus eine sehr verführerische neue Note bekommen. Tipp: Ein Rotwein zum Gericht, zurücklehnen und genießen!
Earth Ling (Juni 2008)
Anspieltipps:
Nothing else matters,
Smoke on the water,
I was made for loving you
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