Dido - Safe Trip Home
Erstmals machte Dido durch ihre Tätigkeit als (Background) - Sängerin bei Faithless, der Band ihres Bruders Rollo, auf sich aufmerksam.
In dieser Zeit entstanden bis 1999 auch die Songs ihres Debut-Albums "No Angel". Auch wenn der schnelle Erfolg erst einmal ausblieb, Dido ist inzwischen eine der erfolgreichsten neuen Künstlerinnen weltweit. Ihr zweites Album "Life For Rent" erschien dann im September 2003. Dieses Album wurde allein in Deutschland mit Vierfach-Platin ausgezeichnet und war mehr als 40 Wochen in den hiesigen Album-Charts vertreten.
Diesen Monat hat Dido, nach mehr als fünf Jahren Pause, mit "Safe Trip Home" ihr drittes Album auf den Markt gebracht. Dido über sich und ihre Musik: "For me, feeling alive is feeling some form of emotion". Damit ist schon viel über die Musik Didos gesagt. Dido klingt nach wie vor wie, na - wie Dido eben. Sie hat sich seit jeher den geläufigen Genres irgendwie entzogen und trotzdem klingt ihre Musik unglaublich vertraut, eingängig und ja, sehr intim streckenweise und dann doch wieder distanziert, dabei zerbrechlich - fragil. Nach wie vor leben die Songs vor allem von der Präsenz der Sängerin und ihrem feinen Gespür für richtig gute Melodien.

Auf "Safe Trip Home" sind die Trip Hop - Anleihen der ersten beiden Alben weitgehend verschwunden. Sie haben einem weitaus differenzierteren Klangbild aus vielfältigen akustischen Instrumenten und luftigeren Arrangements Platz gemacht. Spannend auch die Zusammenarbeit mit Brian Eno (ehemals "Roxy Music") bei dem Song "Grafton Street". An den Drums hier übrigens kein geringerer als Mick Fleetwood (Fleetwood Mac).
Fazit: Für viele Künstler ist das dritte Album oft der Wendepunkt in der Karriere. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sind die, in den Jahren vor dem Durchbruch, gesammelten Ideen und Songs nämlich aufgebraucht und plötzlich muß in einem vergleichbar kurzen Zeitraum ein neues Album geschrieben und aufgenommen werden. Mit dieser Herausforderung hatten in der Vergangenheit einige Künstler ihre liebe Not. Nicht so Dido! Gut, sie hat sich auch fünf Jahre Zeit gelassen, mag der ein oder andere einwenden. Aber was soll´s! Dido ist großartig, das Album ist selten schön und homogen, kommt ohne eine einzige Schwachstelle aus und ist vielleicht sogar ihr bisher bester Silberling.
Earth Ling (November 2008)
Anspieltipps:
Don´t believe in Love, Grafton Street, It comes and it goes, The day before the day ...