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Ala Heiler - Changes

Deep Purple´s "Smoke on the water" im Big-band-Jazz-Lounge-Gewand

Ala Heiler hat schon eine ganze Menge Musik gemacht. Erst Jazz, dann Rock&Roll, danach Schlager und jetzt wieder Jazz. Der Kreis hat sich geschlossen. Der umtriebige Musiker hat sich auf seine Wurzeln zurüch besonnen und hat mit "Changes" ein richtig cooles Jazz-Album aufgenommen, ohne Berührungsängste und wie es scheint mit viel Spass an opulenten BigBand-Sounds und ausgefuchsten Arrangements.

Mühelos spannt Ala Heiler auf seinem Album einen eleganten Bogen zwischen unterschiedlichsten Stilistiken. Da fällt es dann sogar schon fast nicht mehr auf, wenn etwa ein legendärer Hard-Rock Titel locker neben Hard-Core Jazz, elegantem Bossa und Sinatra-influenced Stücken aus dem Lautsprecher tönt. Musikalisch ist das alles erste Sahne, mit viel Dynamik und Können eingespielt, arrangiert und aufgenommen.

Ala Heiler erfindet den Jazz zwar nicht gerade neu und bleibt selbst in seinen durchaus vorhandenen experimentellen Ansätzen immer auf der sicheren Seite. Nichtsdestotrotz ist "Changes" ein durchaus veritables Album von einem renommierten Musiker, der es sich offensichtlich leisten kann genau das zu machen was im Spass macht.

Bliebe schlussendlich höchstens noch zu bemerken, um auch hier den Kreis zwischen Headline und Schluss dieser kurzen Besprechung zu schließen: Ala Heiler ist zwar ein durchaus guter Sänger, aber: Ian Gillan hat den Purple-Song halt doch eine Idee besser hinbekommen. Was soll´s! Ist trotzdem ein gelungenes Album, zwar sicher nicht für jeden Geschmack, man sollte schon ein wenig Verständnis für bläser-orientieren Jazz mitbringen, aber Deep Purple mag ja auch nicht jeder, gell?

©Earth Ling (Mai 2008)


Anspieltipps:

Let the sunshine in your heart,

Nos Bares de Copacabana,

It had to be you